Die Freizeitsausstellung 1936 – ein Meilenstein in Ystads Geschichte

Ystad platziert Freizeit auf der Karte

Poster from the exhibition

 

Das Wort Freizeit bekam seine Bedeutung 1936 in Ystad, als die legendäre, international beachtete Ausstellung „Freizeit“ stattfand. Das ist jetzt 70 Jahre her, und seitdem ist viel passiert.

 

In den 30er Jahren konnten nur wenige et-was mit dem Wort anfangen, insbesondere nicht die Arbeiter, die kaum freie Zeit hatten. Schweden wurde schnell industrialisiert, in den Fabriken war die Arbeitszeit geregelt, es gab ein Urlaubsgesetz und es wurden Sozialreformen durchgeführt. Zum ersten Mal in jüngerer Zeit verfügten die Menschen nun über freie Zeit. In der Ausstellung in Ystad ging es um diese Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

 

Poster from the exhibitionAm 19. Juni 1936 wurde die Ausstellung er-öffnet. Sie erstreckte sich über einen ganzen Stadtteil, vom heutigen Kunstmuseum bis zur Sporthalle Bollen. Hier konnte man seine Freizeit auf nicht weniger als 1528 verschie-dene Arten verbringen.Die Entwicklung der schwedischen Volksbildung und ihre Funda-mente Bibliotheken, Museen, Vorlesungen und Studienkreise wurden übersichtlich dar-gestellt. Es gab Pavillons für Reisen und Sommerhäuser.

 

Poster from the exhibitionDas Wort Hobby war neu und es wurde genau erklärt. Na-türlich gab es einen Sportpavillon, in jenem Sommer fanden ja auch die Olympischen Spiele in Berlin statt. Ein Pavillon war der Frau und der Familie gewidmet. Effektivere Metho-den erleichterten die Arbeit im Haushalt, wodurch ebenfalls mehr Freizeit entstand. Die populäre Landwirtschaftsaus-stellung verzeichnete einen Besucherrekord. Es gab Kinos, den Vergnügungspark „Gröna Lund“, die Tanzrotunde, wo das Orchester Bob Larney jeden Abend Tanzmusik spielte, und die Restaurants.

Das alles und ein unvergesslich sonniger Sommer machten die „Freizeit“ in Ystad zu einem Erfolg. Als die Ausstellung am 23. August 1936 schloss, hatte man fast 250 000 Besucher gezählt.

Publicerad 2008-10-22, Uppdaterad 2019-01-15