Straßennamen

Heißt die Straße wirklich so?

Ystads Straβennamen sind ebenso eigen-artig wie spannend. Hier beschreiben wir einige der seltsamsten Namen. Die meis-ten Namen sind bereits auf den Karten des 18. Jh. eingezeichnet.

Zustande kamen die Straβennamen in alltäglichen Unterhaltungen und spiegel-ten spezielle Kennzeichen, z. B. eine Person oder eine Tätigkeit. Mit wenigen Ausnahmen wurden diese Namen beibe-halten. Die ersten Straβenschilder wur-den 1848 eingeführt.


Supgränd (Saufgasse)

Eine oder mehrere Hafenkneipen mit einer hoch geschätzten Betriebsamkeit, gab der Gasse im 18. Jh. ihren Namen.

Lurendrejargränd (Halunkengasse)

In Inferno, 1897, bezeichnete der Schriftsteller August Strindberg Ystad als „ein altes Seeräuber- und Halunkennest“ – daher der Name.



Nattmans torg (Platz des Henkersknechts)

Der Henkersknecht befand sich ganz un-ten auf der Rangskala der mittelalter-lichen Stadt. Er war Handlanger des Henkers und arbeitete nach Einbruch der Dunkelheit.

 

 

Sladdergatan (Tratschstraβe)

„Sladdre“ ist das dänische Wort für eine einfache Pumpe, die am Waschplatz am Vassaån beim Kloster verwendet wurde. Der Straβenname hat folglich nichts mit der Geschäftsstelle der Lokalzeitung, die auf dieser Straβe liegt, zu tun.

Pilgränd

Wurde bereits 1753 Pillergränd genannt, als eine Apotheke im Hof lag – hier wur-den Pillen gedreht – und mit der Zeit wurde daraus Pilgränd.

 

Klockaregränd (Glöcknergasse)

Hier wohnte der Kirchendiener, der das Inventar der Kirche pflegte und die Gloc-ke schlug. Einer der ältesten Straβenna-men, dessen Entstehung an die Gründ-ung der Kirche geknüpft ist.


Västerportstorg

Eines von Ystads drei Toren – Grenze zwischen Stadt und Land. Die Toranla-gen am Västerport, Norreport und Öster-port wurden 1812 abgerissen und heute begrenzen die Tore die Innenstadt. Das südliche Tor bildet der Hafen.










Publicerad 2008-10-22, Uppdaterad 2019-05-23