Ystads Geschichte in Kürze

 

Sillfiske

12. Jahrhundert

Bischof Absalon sorgt für Ruhe an der Ost-seeküste. Die Handelsplätze werden ans

Meer verlegt. An der Mündung des Vassa-åns lassen sich Fischer als erste Einwohner

Ystads nieder.

Der Heringfang ist bis in die folgenden Jahr-hunderte einer der wichtigsten Wirtschafts-zweige.
 

Klostret i Ystad

 

13. Jahrhundert

Das älteste Gebäude der Stadt und eine von Skånes ältesten Steinkirchen, die St. Maria kryka, wird erbaut.

1244 wird Ystad zum ersten Mal in der Literatur erwähnt.

Das Gråbrödraklostret wird 1267 vom Fran-ziskanerorden gegründet. Ystad bleibt kö-nigliche Stadt, was durch das Siegel mit dem Löwen als heraldische Figur deutlich wird.
 

 

14. Jahrhundert

Die Hansezeit prägt das Leben in der Stadt. Ystad gehört zeitweise zum schwedischen Reich.

 

Die Unionskönigin Margareta besucht die Stadt im Jahre 1387 und wohnt im teilweise fertig gestellten Gråbrödraklostret.

15. Jahrhundert

Der südliche Teil des Pilgrändshuset, Skan-dinaviens ältesten noch erhaltenen Fach-werkhauses, wird 1480 erbaut und das vierflügelige Gråbrödraklostret fertig gestellt.

Am Stortorget stehen vier Brunnen und eine Ratsstube mit zugehöriger Bierstube im Keller.


16. Jahrhundert

Mehrere berühmte Häuser werden gebaut: Latinskolan, Brahehuset und Birgittahuset, drei bedeutsame Steinhäuser mit Staffel-giebel, Änglahuset und Kemnerska gården.

Latinskolan
Postbåt

 

Mit der Reformation 1532 werden die Fran-ziskanermönche aus dem Kloster vertrie-ben. Der westliche und nördliche Flügel werden abgerissen, das Kloster zum Kranken- und Armenhaus.

Rathaus mit Stadtarchiv wird 1569 von den Schweden niedergebrannt. St. Nicolai kyrka an der Stora Östergatan wird 1572 abge-rissen, mit den Resten wird das alte Rat-haus am Stortorget errichtet.

Der Heringsfang wird eingestellt, der Och-sen- und Pferdehandel mit Norddeutsch-land fortgeführt.  

 

1599 bekommt Ystad den Privilegienbrief, welcher Ystad als Exporthafen für Ochsen auszeichnet.

 

 

 

17. Jahrhundert

Export mit Ochsen wird betrieben. Ochsen werden auf dem Packartorget am heutigen Hotell Continental zusammengepfercht und dann auf Fahrzeuge geladen. St. Maria kyrkas Turm stürzt 1658 ein.

1658 wird Ystad schwedische Stadt mit damals ca. 2000 Einwohnern. Der Post-kutter zwischen Ystad und Stralsund wird eingeführt.

 

 

18. Jahrhundert

Der Turm der St. Maria kyrka wird wieder aufgebaut und hat noch heute sein damaliges Aussehen.

 
Valven under rådhuset - Numera Restaurang Store Thor
Ystads hamn 1901

 

 Mehrfach kommt Karl XII. auf seinen Reisen nach und von Europa in der Stadt zu Besuch.

Die Stadttore werden instand gehalten, der Holzzaun durch einen schützenden Stadt-wall ersetzt.

19. Jahrhundert

Napoleons Ostseeblockade resultiert auf-grund des Schmuggels in einem Auf-schwung für Ystads Handel. Viele reiche Kaufleute errichten Villen, u. A. das Sirius-huset und Nya Rådhuset.

Ein erster Hafen mit Steinpieren als Schutz wird Anfang des 19. Jh. gebaut.

Die Anlegung von Ystads Sandskog, zur Vorbeugung von Erosion, macht Ystad um die Jahrhundertwende zu einem Badeort. Die Eisenbahn Ystad-Eslöv wird 1866 fertig gestellt, die sog. Grevebanan Ystad-Malmö 1874.

In den 1890-er Jahren wird Ystad Garni-sonsstadt. Die Kasernen liegen auf der Stallgatan nahe der Fuβgängerzone.

Das Theater am Stortorget brennt ab und wird 1894 durch ein neues Theatergebäude an der Sjömansgatan ersetzt. Heute ist es eines von Schwedens besterhaltenen Theatern.

Hamngatan
Idrottshallen

 

20. Jahrhundert

Ystads Fornminnesförening wird 1907 ge-gründet und das Kloster für die Nachwelt „gerettet“.

1936 findet in Ystad die weltbekannte Ausstellung „Fritiden“ statt.

Die Stadt bekommt ein Kunstmuseum, Spielplätze und Fahrradwege. Die Fach-werkhausstadt wird Freizeitstadt. Mitte des 20. Jh. bekommt Ystad Fährverbindungen zur dänischen Insel Bornholm und Swinemünde in Polen.

Das Militär wird in die neu gebauten Kaser-nen im östlichen Teil der Stadt verlegt. Bis zur Niederlegung 1997 werden hier Kaval-lerie-, Infanterie-, Panzer- und Luftwehr-soldaten ausgebildet.

 

21. Jahrhundert

Ystad war einer der Pioniere, in der Ent-wicklung des schwedischen Films, Anfang des 20. Jahrhunderts, und ist heute dabei, sich seine damalige Position als wichtige Filmstadt zurückzuerobern.

Im Jahr 2004 wurden im ehemaligen Kaser-nengebiet Ystads Studios eröffnet. Diese Anlage macht Ystad zu einer der drei füh-renden Filmstädte des Landes.

Als Tüpfelchen auf dem i hat Ystad das Bio-grafteatern Scala, Schwedens ältestes Ki-no, das originalgetreu restauriert, aber mit moderner Technik ausgestattet worden ist.

Cineteket
Publicerad 2008-10-22, Uppdaterad 2019-02-28